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Sep

Mit der perfekten Landingpage ans Ziel

Eine gut durchdachte Landingpage ist eine der Grundvoraussetzungen jeder erfolgreichen Online-Marketingkampagne. Doch was zeichnet eine wirklich gute Landingpage genau aus? Wie setzt sich der Seitenaufbau mit den notwendigen Inhalten zusammen? Mit unseren wertvollen Tipps & Tricks wird auch Ihre nächste Kampagne ein voller Erfolg!

Was ist eine Landingpage und warum ist sie so wichtig?

Grundsätzlich ist eine Landingpage eine sehr zielgerichtete und inhaltsreduzierte Unterseite der eigenen Website. Eine klare Abgrenzung ist die losgelöste Seitenstruktur und fehlende Hauptnavigation. Nutzer „landen“ anhand gezielter Marketingkampagnen (z.B. Google AdWords Anzeigen, Banner, Social Media, Affiliate uvm.) auf den Landingpages und sollen bestimmte Interaktion (Conversion) ausführen. Eine Landingpage ist daher besonders wichtig, damit Ihr Kunde alle notwendigen Informationen auf einen Blick erhält und somit einfacher Vertrauen gegenüber Ihrem Unternehmen und Ihrer Marke aufbauen kann.

Doch Achtung: Eine Landingpage ist keine klassische SEO-Seite! Hier ist es nicht das Ziel, anhand ausgewählter Keywords das Ranking zu verbessern, sondern eher dem Kunden einen spezifischen Mehrwert zu vermitteln und Umsatz/Leads zu generieren. Daher werden diese auch von vornherein im Backend der Website auf nofollow/noindex gesetzt, um von Google nicht indexiert zu werden.

Tipp: Erstellen Sie pro Dienstleistung/Angebot eine eigene Landingpage! Sobald der Kunde die Wahl zwischen verschiedenen Produkten hat, sinkt seine Aufmerksamkeit für das eigentlich beworbene Produkt und er springt ab.

Erfolgreich durch die richtige Zieldefinierung

Bevor man startet, muss vorher das Ziel der Landingpage definiert werden. Was soll mit der Landingpage eigentlich erreicht werden? Will ich ein Produkt bzw. eine Dienstleistung verkaufen und dadurch meinen Umsatz steigern und/oder neue Leads generieren?

Tipp: Mit der vorher fixierten Zielsetzung ergeben sich die Inhalte einer Landingpage fast von selbst.

Die wichtigsten Elemente einer Landingpage

Der Seitenaufbau einer Landingpage ist grundlegend immer gleich. Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Elemente und deren Anordnung, damit auch Ihre Landingpage ein Erfolg wird:

Damit das Unternehmen bzw. das beworbene Produkt sofort erkannt wird, ist die Verwendung des Logos obligatorisch. Durch das Logo entwickelt der Besucher automatisch ein positives Vertrauensverhältnis. Dies wiederrum beeinflusst unterbewusst weitere Kaufentscheidungen beim erneuten Aufruf Ihres Angebots.

Tipp: Im oberen linken Bereich ist das Logo besonders gut aufgehoben.

Um die positive Wahrnehmung des Kunden weiter zu stärken, steht das Produktbild als Blickfang im Mittelpunkt der Seite. Dabei sollte unbedingt auf eine hohe Bildqualität geachtet werden (das gilt auch für das Logo) – diese bestimmt aus psychologischer Sicht wiederrum die Wahrnehmung des Besuchers sowie die Einschätzung der Seriosität Ihrer Dienstleistung /Angebote. Sehr gute, attraktive Hero Shots steigern nachweislich die Conversion!

Trick: Links positionierte Elemente sind besonders aufmerksamkeitsstark, wichtige Inhalte sollten daher entsprechend ausgerichtet werden, in diesem Fall der Hero Shot.

„Finde ich, was ich suche?“ – Dies ist immer die erste Frage eines Seitenbesuchers und soll im Bestfall auf den ersten Blick beantwortet werden können: In der Headline! Eine aussagekräftige und emotionale Headline in Kombination mit einer passenden, kurzen Subline ist wesentlich für eine gute Landingpage. Ist die Antwort dissonant zur Suchanfrage, springt der potenzielle Kunde sofort ab und wird nicht wiederkehren.

Tipp: Wichtige Schlagwörter (Keywords) unbedingt in die Headline einbauen.

Um den Besucher einen Anreiz zu geben, sich das Angebot näher anzuschauen, ist eine kurze, prägnante Einleitung von Vorteil. Der Einstieg soll kurz das Hauptthema aufgreifen und einen wichtigen Vorteil für den Kunden kurz und knapp auf den Punkt bringen.

Tipp: Fassen Sie sich kurz, max. 3 Sätze reichen aus.

Bevor der Besucher sich tiefer mit Ihrer Dienstleitung bzw. Ihrem Angebot befasst, interessiert ihn sein Nutzen: „Was habe ich davon? Was sind meine Vorteile? Wozu brauch ich das?“. Liefern Sie ihm schlagkräftige Argumente, weshalb er gerade jetzt Ihr Produkt kaufen bzw. Ihre Dienstleistung in Anspruch nehmen soll. Schlüsseln Sie ihm prägnant seine exklusiven, einmaligen Vorteile und seinen daraus resultierenden Nutzen auf.

Tipp: Hat Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung ein Alleinstellungsmerkmal? Sehr gut! Auf jeden Fall gehört dies auf Platz eins der Auflistung.

Ohne vorhandene Preisinformation wird keine Kaufentscheidung getroffen. Psychologisch gesehen ist es von Vorteil den Preis bzw. die Reduktion kurz zu erläutern – dadurch fühlt sich der Kunde bei seiner Interaktion positiv bestätigt.

Trick: Das Verknappungsprinzip in Kombination mit einer Deadline wirkt sich hierbei klar verkaufsfördernd aus.

Mithilfe des Call-To-Action Buttons führt der Besucher seine Interaktion aus. Dieser hebt sich optisch markant vom Inhalt ab und wird mehrfach auf der Landingpage platziert.

Tipp: Fordern Sie Ihre Kunden zur Interaktion auf! Sagen Sie ihm klar, dass er „Hier zur kostenlosen Demo“ kommt oder er „Jetzt unverbindlich anfragen“ kann.

Vertrauen ist alles! Verwenden Sie unbedingt Trust-Elemente wie vorhandene „Testsieger“- Siegel, Zertifikate oder auch positive Kundenstimmen. Dies ist in der Regel der letzte Anstoß, den ein Kunde benötigt um zu kaufen.

Tipp: Verwenden Sie auf keinen Fall selbstgebaute oder schlechte Siegel. Damit büßen Sie nur an Vertrauenswürdigkeit und Seriosität ein.

Grundlegender psychologischer Seitenaufbau

Psychologisch gesehen erfassen wir Menschen einen Bildschirm auf drei verschiedene Arten: Skimming, Scanning, Reading. Danach richtet sich die der grundlegende Seitenaufbau einer Landingpage:

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  • Skimming

    Skimmen bedeutet das schnelle Überfliegen der Seite nach speziellen „Hotspots“, an denen unser Blick zuerst hängen bleibt. Dazu zählen Headlines, Bilder, Call-To-Action-Buttons.

    > Skimming-Elemente werden zur schnellen Erfassung zuerst platziert

  • Scanning

    Hierbei werden untergeordnete Elemente länger und genauer betrachtet, z.B. Leadtexte, Verlinkungen im Text, Sublines, Zwischenüberschriften und jeweils der erste und letzte Stichpunkt einer Aufzählung.

    > Scanning-Elemente füllen den mittleren Bereich einer Landingpage.

  • Reading

    Wie der Begriff schon aussagt, werden im letzten Schritt die Inhalte genauer durchgelesen. Zu den Inhalten gehören Fließtexte, Absätze, mittlere Aufzählungspunkte sowie genauere Bilddetails.

    > Reading-Elemente werden abschließend gefüllt.

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Chiara Zimmermann
Autorin: Chiara Zimmermann

Chiara Zimmermann ist Projektmanagerin bei der agentur coalo. Dort ist sie für die Betreuung verschiedener Kundenprojekte im Bereich On- und Offline-Marketing zuständig, mit Schwerpunkt auf WordPress und WooCommerce.

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