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Jun

Tipps für ein effektives Brainstorming

„Wir brauchen eine geniale Idee. Brainstorming!“

So oder so ähnlich ist häufig der Gedankengang, wenn es eine Herausforderung zu bewältigen gilt. Ziel ist natürlich eine bahnbrechende Idee mit „WOW-Effekt“ – viel leichter gesagt als getan. Richtig durchgeführt kann Brainstorming hierbei eine effektive Methode sein. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps an die Hand, mit denen auch Ihr Gruppen-Brainstorming ein voller Erfolg wird!

„Vorbereitung? Wir lassen das einfach auf uns zukommen…“

Die Vorbereitung eines Brainstorming-Meetings wird häufig unterschätzt, doch wie bei allen Meetings gilt auch hier: Vorbereitung ist die halbe Miete. Daher raten wir Ihnen, sich schon im Vorfeld folgende Gedanken zu machen:

  • Vorbereitung & Zieldefinition: Sammeln Sie alle relevanten Informationen die Sie benötigen. Eventuell kommen Ihnen hierbei schon einige Ideen, die Sie später einbringen können. Definieren Sie dabei so präzise wie möglich, was Sie mit dem Brainstorming erreichen möchten.
  • Auswahl der Teilnehmer: Optimaler Weise nehmen 5 bis maximal 10 Personen an einem Brainstorming teil. Je mehr Teilnehmer, desto unwahrscheinlicher ist ein effektives Meeting. Laden Sie ausschließlich die Personen ein, welche am meisten zu Ihrem Thema beitragen können. Versuchen Sie dabei Teilnehmer einzuladen, die unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema einbringen.
  • Früh Ideen anregen: Informieren Sie Ihre Teilnehmer rechtzeitig über das Thema und Ihr gesetztes Ziel. Hierbei können Sie auch Videos, Artikel oder andere Materialen zur Verfügung stellen. So regen Sie frühzeitig zum Nachdenken an und können mit den dabei aufkommenden Einfällen bei Ihrem Meeting direkt voll durchstarten.

Bestimmen Sie einen Moderator der die Diskussion zielführend leitet und in der Lage ist Ihre Teilnehmer zu motivieren und zu ermutigen. Oftmals ist es auch hilfreich eine bestimmte Brainstorming-Methode, zum Beispiel die 9-6-3 Methode, auszuwählen und anzuwenden.

„Heute sind wir richtig produktiv! Aber wie machen wir das eigentlich?“

First Things first: Bevor Sie in die Diskussion einsteigen…

  • Geben Sie für Ihr Brainstorming eine genaue Zeit vor und halten Sie diese strikt ein.
  • Wählen Sie auch „den Raum des Geschehens“ sorgfältig aus. Räume, die nicht mit regulären Meetings assoziiert werden, entspannen die Atmosphäre.
  • Nur mit einem einheitlichen Verständnis können Sie alle am selben Strang ziehen. Klären Sie deshalb noch einmal das genaue Ziel und räumen Sie alle Unklarheiten aus dem Weg.
  • Bestimmen Sie einen Verantwortlichen, der die Zeit im Auge behält und das Ideen-Protokoll führt.

Die Kreativität ins Rollen bringen

Starten Sie mit eher ausgefallenen Ideen. Das lockert die Situation auf und minimiert die Bedenken Ideen zu teilen. Sie können ebenfalls zu Beginn 5 bis 10 Minuten einplanen, in denen jeder Teilnehmer eine Liste mit spontanen Einfällen anfertigt. Auf diesen Ideen können Sie die Diskussion aufbauen.

Beim Brainstorming geht es hauptsächlich darum sich gegenseitig zu inspirieren. Besprechen Sie alle Einfälle gemeinsam und halten Sie dabei Urteile außen vor. Sie werden sehen, dass aus diesen Einfällen neue Ideen inspiriert werden. Vorschläge werden erweitert, verändert und heruntergebrochen. Versuchen Sie die Einfälle auch auf ungewöhnliche Art und Weise zu kombinieren! Vergessen Sie nicht alle Ideen zu dokumentieren, damit nichts verloren geht.

Die Aufgaben des Moderators

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich während des Brainstormings Wortführer etablieren und sich andere Teilnehmer eher zurückhalten. Der Moderator ist dafür verantwortlich, jeden zu Wort kommen zu lassen. Die Teilnehmer sollen sich außerdem nicht bei der erstbesten Idee aufhängen. Beim Brainstorming zählt erst einmal Quantität, um möglichst vielfältige Ideen zu generieren. Aus diesen können später die Besten ausgewählt und weiterentwickelt werden. Kommt das Brainstorming ins Stocken kann ein Richtungs- oder Perspektivenwechsel helfen.

„Das ist es!“ – So schließen Sie Ihr Brainstorming-Meeting erfolgreich ab

Wenn der Prozess des Ideengenerierens abgeschlossen ist, folgt das Sortieren und Bewerten der gesammelten Einfälle.

  • Alle Ideen erläutern: Stellen Sie sicher, dass jedem klar ist, was mit den einzelnen Ideen gemeint ist. Unklarheiten können dazu führen, dass gute Ideen aussortiert werden.
  • Alles sortieren: Ähnliche Ideen können zu Ideengruppen zusammengefasst werden. Doppelt sich etwas kann hier direkt aussortiert werden.
  • Beurteilungskriterien festlegen: Definieren Sie 3 bis 5 Fragen anhand derer die besten Ideen herausgefiltert werden können. So verhindern Sie eine Wertung nach persönlicher Präferenz.
  • Ideen mit dem Ziel abgleichen: Gleichen Sie die gewählte(n) Idee(n) mit dem vorher definierten Ziel ab. Erreichen Sie mit Ihrem Einfall das, was Sie erreichen wollten?

Stimmen die gesammelten Vorschläge mit dem gesetzten Ziel überein, haben Sie das Brainstorming erfolgreich abgeschlossen. Natürlich ist eine erfolgreiche Ideenfindung immer von den Teilnehmern, dem jeweiligen Thema und anderen Faktoren (z.B. auch von der Tagesform) abhängig. Mit diesen Tipps wollen wir Ihnen eine Hilfestellung geben, das Bestmögliche aus Ihrem Brainstorming herauszuholen. Viel Erfolg beim Ausprobieren!

 

Franziska SchalleyAutorin: Franziska Schalley
Franziska Schalley ist Werkstudentin bei der agentur coalo. Als Studentin der Medien und Kommunikation an der Universität Augsburg unterstützt sie das Team in der Umsetzung der Projekte. Dabei kümmert sie sich vor allem um suchmaschinenoptimierte Werbetexte und die Koordination der agentur-eigenen Social Media Kanäle.